Weihnachten ohne Reue: Dein Fasten-Fahrplan für die Feiertage
- Stephi

- 19. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Kerzenlicht, vertraute Düfte und liebevoll gedeckte Tische – Weihnachten ist eine Zeit des Zusammenseins und des Genusses. Für viele Menschen, die gerne fasten oder bewusst essen, entsteht dabei jedoch eine innere Spannung: Wie lassen sich Genuss, Tradition und Wohlbefinden miteinander vereinbaren?
Ich habe eine gute Nachricht für dich: Fasten und Feiern schließen sich nicht aus!
Mit einer klaren und entspannten Haltung kannst du die Weihnachtszeit genießen, ohne dich unter Druck zu setzen. Mit der richtigen Strategie wird das Intervallfasten zu deinem besten Freund an den Feiertagen – und ein fester Plan für den Januar lässt dich das Festessen erst so richtig entspannt genießen.
Hier ist mein „Fastensinn“-Guide für genussvolle Weihnachten.
1. Dein Anker für die Feiertage: Die 16:8-Notbremse
Niemand möchte an Heiligabend mit leerem Teller am Tisch sitzen, während alle anderen schlemmen. Das musst du auch nicht. Der Trick ist, dem Körper zwischen den Festmahlen Pausen zu gönnen. Wenn du weißt, dass abends groß aufgetischt wird, nutze das Intervallfasten (16:8) ganz bewusst als Werkzeug:

Lass das Frühstück ausfallen: Wenn das Weihnachtsessen üppig wird, brauchst du morgens meist ohnehin keine Kalorien. Starte den Tag mit viel Wasser, ungesüßtem Tee oder einem schwarzen Kaffee. Das verlängert deine nächtliche Fastenphase und hält den Insulinspiegel niedrig.
Vertraue deinem Körper: Er kommt wunderbar bis zum Mittag- oder auch Abendessen ohne Nahrung aus, besonders wenn die Speicher vom Vortag noch voll sind.
Setze klare Prioritäten beim Essen: Nutze deine Mahlzeiten für das, was dir wirklich wichtig ist. Selbstgemachte Lieblingsgerichte, traditionelle Speisen, Genuss mit Bedeutung. Alles andere darf liegen bleiben.
Wenn dir 16 Stunden zu streng erscheinen, ist auch ein 14:10-Rhythmus völlig ausreichend. Jede bewusst verlängerte Pause zwischen den Mahlzeiten entlastet Verdauung und Insulinsystem – und genau darum geht es.
2. Kein Stress am Tisch: Achtsamkeit statt Verzicht
Fasten bedeutet auch, achtsam mit sich umzugehen. Stress schüttet Cortisol aus, und das hemmt die Fettverbrennung fast genauso effektiv wie Zucker.
Deshalb lautet die wichtigste Regel für die Feiertage: Kein schlechtes Gewissen!
Genieße jeden Bissen. Iss langsam. Kaue gründlich. Wenn du dich entscheidest, ein Stück Stollen zu essen, dann tu es mit voller Hingabe und nicht hastig zwischendurch. Das Sättigungsgefühl setzt früher ein, wenn wir bewusst essen, und du wirst merken, dass du oft weniger brauchst, um zufrieden zu sein.
3. Raus aus dem Foodkoma: Bewegung als sanfter Ausgleich

Genuss braucht Ausgleich – nicht durch Sportprogramme, sondern durch Bewegung mit Leichtigkeit. Die Feiertage laden geradezu dazu ein, den Körper zwischendurch in Schwung zu bringen.
Ein Spaziergang nach dem Essen, eine Runde um den Block, ein gemeinsamer Gang an die frische Luft : Das reicht oft schon aus, um die Verdauung zu unterstützen, den Blutzucker zu regulieren und den Kopf frei zu bekommen.
Bewegung hilft dir,
• das bekannte Schweregefühl nach dem Essen zu reduzieren,
• wieder in Kontakt mit deinem Körper zu kommen,
• und nicht in Passivität und Trägheit zu versinken.
Es geht nicht um Kalorienverbrauch, sondern um Präsenz. Bleib im Fluss. Dein Körper wird es dir danken – mit mehr Energie und einem besseren Gefühl, auch nach reichhaltigen Mahlzeiten.
4. Der Sicherheitsgurt: Dein Reset-Plan für Januar
Der größte Fehler, den viele machen, ist die Panik nach dem Essen. „Jetzt ist eh alles egal“, denkt man sich und isst bis Silvester wahllos weiter.
Die Lösung ist ein fester Termin für deinen „Reset“.
Verabrede dich schon jetzt mit dir selbst (und trag es fest in deinen Kalender ein!):
Wann startet dein Fasten-Neustart? (z.B. am 2. oder 7. Januar)
Was genau hast du vor? (z.B. eine Woche Heilfasten, zurück zum strengen Intervallfasten oder einer Scheinfasten-Woche).
Das Wissen, dass du ab Tag X wieder „in der Spur“ bist, nimmt dir den Druck von den Schultern. Du kannst die Feiertage als das sehen, was sie sind: Eine Ausnahmezeit für Genuss und Gemeinschaft. Dein Körper verzeiht dir ein paar Tage Völlerei problemlos, solange er weiß, dass danach wieder Ruhe einkehrt.
Fazit: Balance ist das Zauberwort

Weihnachten ist nicht die Zeit für Verzicht, sondern für Balance. Nutze die Fastenpausen am Morgen, um deinem Körper Erholung zu schenken, und genieße die Abende im Kreis deiner Liebsten. Und wenn es doch mal ein Plätzchen zu viel war? Lächle, lehn dich zurück und freu dich auf deinen Reset im Januar.
Ich wünsche dir wundervolle, entspannte und genussvolle Feiertage!
Wie gehst du das Fest an? Hast du schon einen Plan für den Januar oder lässt du alles auf dich zukommen? Schreib es mir gerne in die Kommentare – vielleicht motivieren wir uns gegenseitig für den Neustart!




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